Sonntag 18 Feb 2018

Kopfüber in den Berufsalltag


Werkfeuerwehr-Azubis des Jahrgangs 2014 absolvieren Abschlussprüfung bei Merck und erhalten ihre Zeugnisse / Hervorragende Ergebnisse / Ausbildung bei Merck, Fraport, Evonik und InfraServ

Kopfüber an einem Seil zu hängen, das kennt man von spektakulären Bungee-Springern. Das waghalsige Manöver zählt allerdings auch zum Repertoire eines Werkfeuerwehrmannes, zumindest während der Ausbildung. Diese haben 13 junge Männer und eine Frau mit der praktischen Prüfung am vergangenen Dienstag (29. August) bei Merck in Darmstadt erfolgreich abgeschlossen. Am Tag darauf (30.) gab es, ebenfalls bei Merck, die Abschlusszeugnisse für die zukünftigen Feuerwehrleute, die seit 2014 in den Werkfeuerwehren von Merck (4 Auszubildende), Fraport (5), Evonik Darmstadt (2) und Hanau (2) sowie InfraServ in Wiesbaden (1) ihre Ausbildung durchlaufen haben.

 

Komplex und spannend

In einer Feierstunde wurden die hervorragenden Abschlussnoten (zwischen 1,0 und 1,5) der Rekruten gewürdigt. Im Beisein ihrer stolzen Familien nahmen sie die Urkunden entgegen, die ihnen die Mitglieder der gemeinsamen Prüfungskommission von Werkfeuerwehrverband und den Industrie- und Handelskammern Darmstadt und Frankfurt überreichten.

 

Duale Ausbildung ist Erfolgsmodell


Die duale Ausbildung sei bereits nach wenigen Jahren zum Erfolgsmodell geworden, sieht sich Landesbranddirektor Harald Uschek vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport bestätigt. Es habe sich gelohnt, lange gemeinsam dafür zu kämpfen, bis das Berufsbild des Werkfeuerwehrmannes anerkannt wurde, sagte Uschek in seiner Begrüßungsrede.

 

Darüber freut sich auch Jürgen Warmbier, Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Auf die Initiative des früheren Chefs der Merck-Werkfeuerwehr (bis 2016) und mit Unterstützung der Merck-Ausbildungsabteilung wurde 2009 eine Erprobungsverordnung für den Ausbildungsberuf des Werkfeuerwehrmannes erlassen.

 

 

Bis zu 40 Ausbildungsplätze pro Jahr


Weil der Weg nun deutlich kürzer ist, wächst die Zahl der Ausbildungsplätze stetig an. 30 bis 40 sollen es demnächst pro Jahr sein, was auch daran liegt, dass inzwischen selbst die Berufsfeuerwehr Frankfurt nach dem praxisbewährten Konzept ausbildet.

 

 

GAL nach APVO-WF

Vom 01.11.2016 bis 28.04.2017 fand bei der WF InfraServ Höchst ein Grundausbildungslehrgang für hauptberufliche Kräfte nach APVO-WFw statt.
6 Teilnehmer bestanden den Lehrgang. 5 Mitarbeiter der Werkfeuerwehr InfraServ Höchst und 1 Mitarbeiter der WF Goodyear Dunlop Hanau.

GAL nach APVO-WFw bei InfraServ Höchst
Foto: Jenö Varga


Am 03.04.2017 ein Grundlehrgang für hauptamtliche Werkfeuerwehrangehörigen nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Werkfeuerwehren. Die Lehrinhalte für den B II Lehrgang wurden an der Ausbildungsstelle Merck KGaA Darmstadt durchgeführt. Zur Unterstützung fanden Teilausbildungen an anderen Stellen statt, wie z. B. der TH VU bei der Werkfeuerwehr Opel.
17 Teilnehmer auch aus anderen Bundesländern haben an dieser B II Ausbildung teilgenommen.

Gruppenbild Grundlehrgang nach APVO-WF

 

Lernen, lernen APVO-WFw

 

Grundausbildung nach IHK Berufsbild WFM/-frau


Fast zeitgleich startete die WF Fraport AG die Grundausbildung für den IHK geprüften Ausbildungsberuf „Werkfeuerwehrmann/-frau“. Vom 06. März bis 13. Oktober 2017 werden 17 Auszubildenden von dem erfahrenen Ausbilderteam der Werkfeuerwehr Fraport ausgebildet. Unterbrochen wird diese Ausbildungsphase durch 4 unterstützende Ausbildungsblöcke an der Berufsschule Werner-Heißenberg-Schule Rüsselsheim und der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel.
Die Auszubildenden kommen aus den WF Fraport, Merck, Heraeus und Flughafen Hannover.
Mit der IHK Frankfurt werden die Auszubildenden des Jahrganges 2014 im August am Ende ihrer 3jährigen Ausbildungszeit durch das Ausbildungsteam der WF Fraport auf die Prüfung bei Merck in Darmstadt vorbereitet.

 

Nützliches